Gedichte - Archiv_2016

 

Gedichte des Jahres 2016

März

April

Mai

Juni

Juli

Weil ich als Kind

die Wälder schweigen und wachsen sah,

konnte ich immer ein stilles Lächeln

für das aufgeregte Treiben haben,

mit dem die Menschen ihre vergänglichen Häuser bauen.

 

Ernst Wiechert

Zum Wandern nimm die Seele mit,

 

und laß` nicht nur die Füße gehn.

 

MORGENDÄMMERUNG

 

Es dämmert ganz still der Morgen,

im Baumnest verborgen,

ein Vogel zwitschert verschlafen.

 

Ein Schatten schlüpft durch Gebüsch und Zaun,

es ist ein Fuchs im Morgengrauen.

 

Rotflammendes Fell,die Augen hell,

zurück vom nächtlichen Jagen,

zufrieden mit vollem Magen.

 

Gertraude von Pritzbuer-Binder

 

 

An einen alten Baum

 

"Soweit ich zurückdenken kann,

 

hast du hier gestanden,mein Freund,

hast nichts von der Welt gesehen

 

und doch so viel."

 

Uwe Kurz

unbekannter Graffiti-Sprayer (Spielplatz Berlin Wedding)

August

September

Oktober

November

Dezember

 

SOMMERENDE

 

Und eines Tages ist der Quell versiegt,

der Sommergarten ausgeglüht,

und alle Felder leer.

 

Und eines Tages löst ein Blatt,

getränkt mit Farbe satt,

sich tänzerisch vom Baum.

Man merkt es kaum.

 

Ursula Klee

Im September hat man kein Herz.

 

Wer redet von Liebe,

wenn wir Tag und Nacht

die Umarmung der Luft genießen

und die Zuneigung der Sonne

uns bis an die Lippen reicht?

 

Das Herz wird im Herbst geboren.

 

Es ist nur die Angst vor dem frühen Frost,

der wie immer die letzten Blüten versengt

und vor der Kälte der Körper

in den Nächten die dauern.

 

Anne Stalfort

 

Herbst

 

Ich habe dem Herbst ins

Gesicht geschaut.

Er hat mich angepustet

und mir mein Haar zerzaust.

An den Bäumen und Sträuchern

hat er gerüttelt

und kübelweise Regen über

mich geschüttet.

 

Doch ich - ich hab ihm

ins Gesicht gelacht

und ihm die Hand gereicht.

 

Ach Herbst, auch du bist schön,

so bleib ein Weilchen - bleib.

 

Monika Meyer

 

 

 

 

 

Jeder dunkle Tag,

ist einen Tag dichter am Sommer..

 

ausnahmsweise Christian Klepper

 

Gehe mutig deinen Weg

und glaube an deine Träume,

denn das Leben ist eine Reise,

die manchmal im Licht und

manchmal im Schatten

unternommen wird.

Man muss sich im Sturm behaupten,

um an die Sonne zu gelangen.

 

 

Weisheit der Lakota-Indianer

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